The Garden That Doesn’t Exist 2020/2021

Regie: Tamar Tal-Anati | Dokumentarfilm | ca. 90min

Hunderte Menschen treffen jede Woche in der Stadt Ferrara ein, nur um den einen geheimnisvollen Ort zu erleben und zu sehen: Den Garten der Fitzi Contini.  Die Anziehungskraft des Ortes rührt nicht von irgendwo her, sondern durch den weltbekannten gleichnamigen Roman von Giorgio Bassani  in 1962 und der mit dem Oscar ausgezeichneten Verfilmung von Vitorio De Sica in 1972.  In der Geschichte die 1938 im faschistischen  Italien unter Mussolini beginnt, gehört der Ort zu dem Anwesen der Finzi-Continis, einer abgeschiedenen jüdischen Familie, welche diesen Garten einer Gruppe  jüdischer Jugendlicher als Zufluchtsort für das öffentliche Leben hergibt, was ihnen unter den neuen Rassengesetzen verwehrt ist.  Der Ort ist so sorgfältig und liebevoll in dem Buch beschrieben, dass viele Leser sich sicher sind, dass er irgendwo in der Stadt Ferrara in Norditalien sein muss. „Menschen aus aller Welt kommen und fragen:„ Wo ist der Garten? “„ Wir wollen den Garten sehen. “ Sie glauben, dass er wirklich existiert, sagt Portia Prebys, Bassanis langjähriger Begleiter. Den der Coup an der Geschichte ist: das dieser Garten überhaupt nicht existiert…er wurde kreiert! „Ferrara ist in dem Buch perfekt beschrieben, so viele Touristen kommen nach dem Lesen und wundern sich, wenn ich erkläre, dass der Garten nicht wirklich da ist“, sagt ein Stadtführer, der die Menschen seit mehr als zwanzig Jahren zu den Orten von Bassanis Fiktionen führt.

Der Dokumentarfilm untersucht die Kraft der literarischen und filmischen Bilder des Gartens der Finzi Continis und versucht, die Spuren zu erforschen, die er im Leben vieler hinterlassen hat.

 

Buch:

Tamar Tal-Anati & Noa Karavan-Cohen

Produzent:

Jürgen Kleinig,

Co-Produzent:

Matteo Frittelli