Die Kompromisslosen (AT) 2019/2020

Regie: Jörg Hommer | Dokumentarfilm | 90 Min.

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Ein Tag, kurz vor Weihnachten im Jahr 2017. Schnee fällt leise auf die Dächer eines idyllischen Dorfes im Nirgendwo. Das Dorf schläft. Nur drei Menschen wachen. Wachen über ein monumentales Masterpiece, erdacht von mehreren kriminellen Masterminds. Um 6.00 Uhr früh ist es schließlich soweit. Die Drei betätigenden Knopf der Betonpumpen. Das Dorf wird aus dem Schlaf gerissen. Auch der Mann im Nachbarhaus sitzt kerzengerade im Bett: Es ist AfD-Rechtsaußen Björn Höcke. Er spürt, wie sein 500 Jahre altes Pfarrhaus in Bornhagen bebt und wackelt. Als er zum Fenster stürmt, traut er seinen Augen nicht: Direkt vor seinem Haus entsteht der Erweiterungsbau des Denkmals für die ermordeten Juden Europas. Was in diesem Moment keine*r ahnt: Nur vier Tage später setzt ein AFD-naher Staatsanwalt das Zentrum für Politische Schönheit auf die gleiche Fahndungsliste, auf der auch die Al Qaida und weitere als terroristisch eingestufte Organisationen stehen. Ab jetzt hat der Staat die Erlaubnis, ihre Wäsche zu durchwühlen, darf die Kunstschaffenden bespitzeln, deren Post öffnen und ihre Wohnungen verwanzen.
Es ist längst lebensbedrohlich geworden Haltung zu zeigen gegen rechts, gegen nationalistische Parolen und gegen einfache Lösungen, gegen Hass und Gewalt. Die Künstler*innen des Zentrums für Politische Schönheit erhalten seit Jahren Morddrohungen. Aber sie machen weiter.

Was sich wie ein Spielfilm liest, soll ein Dokumentarfilm werden.

Dabei stellen wir uns die Frage wie weit darf, wie weit muss politischer Widerstand gehen? Um dem nachzugehen durchforsten wir, zum zehnjährigen Jubiläum des Zentrums für Politische Schönheit, ihr Archiv und beobachten sie gleichzeitig live beim monatelangen Recherchieren, detaillierten Planen und den daraus resultierenden scharfsinnigen, radikalen Kunstaktionen. Wir erleben, wie sie bei ihrem Kampf für einen bedingungslosen Humanismus und gegen Geschichtsvergessenheit, zu grenzüberschreitenden Mitteln greifen. Den Diskurs, den diese Provokationen ins Rollen bringt, dokumentieren wir ebenso kompromisslos wie die internen Diskussionen der Aktionskünstler*innen.

Der Film Die Kompromisslosen (AT) schaut dabei hinter die Kulissen des Zentrums für Politische Schönheit. Wer sind die Menschen dahinter? Die Protagonist*innen erläutern warum sie Kunst machen, und sich nicht Aktivist*innen nennen. Sie erzählen von ihren Reisen, ihrem Antrieb, ihren Inspirationsquellen und den nächsten großen Coups.

Wie auch die Kunstaktionen des Zentrums selbst reißt dieser Film, frech, poetisch unterhaltsam bis schmerzhaft, die Menschen, durch das unbequeme Aufbrechen gesellschaftlich akzeptierter politischer Heucheleien, aus der eigenen politischen Komfort Zone, um sie aus ihren Bürostühlen zu werfen und zum politischen Widerstand zu zwingen.

Wir wollen den Film im kommenden Jahr, zum Jubiläum des Zentrums, mit einem groß angelegten Kinostart herausbringen, den Finger in die Wunden deutscher Befindlichkeiten legen und helfen, die gesellschaftliche Diskussion lebendig zu halten.

Es soll keine nüchtern-betrachtende klassische Beobachtung sondern ein klar positionierter und aufrüttelnder Film werden, ein Aufruf zum Handeln und zum Widerstand gegen rechtsnationale Tendenzen. Mit klassischen Finanzierungen wollen und können wir diesen Film nicht finanzieren. So behalten wir uns auch unsere absolute/ bedingungslose/ kompromisslose Unabhängigkeit bei. Daher sind wir auf der Suche nach Unterstützer*innen, Spender*innen und Sponsor*innen, die uns die Herstellung des Filmes ermöglichen. Für Fragen und Informationen stehen wir gerne persönlich Rede und Antwort. Falls Sie die Spende absetzen wollen, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung, dazu bedarf es eines anderen Kontos.

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Buch:

Cesy Leonard

Kamera:

Börres Weiffenbach

Schnitt:

Jörg Hommer

Produzent:

Jürgen Kleinig