When Kabul Sings 2018

Regie: Sahra Mani | Dokumentarfilm | 52 / 90 Min.

Unter der Herrschaft der Taliban war Musik verboten. Viele afghanische Musiker flohen aus ihrer Heimat. So lag die Kunst- und Kulturszene des Landes über viele Jahre brach. Aber, neue Lieder entstehen…

2009 gründete Dr. Ahmad Sarmast das Afghanische Nationalinstitut für Musik – eine Schule unter konstanter Bedrohung der Taliban und Attacken von ISIS.

Die Schüler stammen aus armen Familien, viele verkauften auf der Straße Kaugummis, Luftballons oder wuschen Autos. Um die prekäre Situation zu mildern, zahlt die Schule das Geld aus, das sie auf der Straße verdient hätten. Jeder Schüler studiert und spielt in einem Ensemble – hier beginnt ihre musikalische Reise.

Diese Geschichte über Musik und Mut wird erzählt von afghanischen Mädchen: von Zorah, dem einzigen Frauenorchester Afghanistans. Sie tourten in Europa, traten beim Abschlusskonzert des Weltwirtschaftsforums in Davos auf und gewannen 2017 den Freemuse Award. Bei ihrer Heimkehr werden sie in Kabul von Hunderten von Menschen begrüßt: Frauen, Männer, Künstler, Intellektuelle und Akademiker. Blumen, Fans, Interviews. Diese jungen Frauen haben die Kraft, die Haltung einer sehr konservativen Gesellschaft zu verändern. 2018 wird das Afghanische Nationalinstitut für Musik für den Friedensnobelpreis nominiert.

Ihre Lebensgeschichten zeigen den Mut und den steinigen Weg Afghanistans in die Moderne. Nicht Bomben, Soldaten und Taliban sondern fröhliche Mädchen, die eine universelle Sprache singen – eine neue Vision für Afghanistan.

Produzent:

Sahra Mosawi

Co-Produzent:

Jürgen Kleinig